Minerva ITS - Buzzwords einfach erklärt Heute: PUBLIC CLOUD



In der Regel ist in Gesprächen nicht technisch involvierter Menschen mit dem Begriff „Cloud“ eine Public Cloud gemeint. Public bedeutet dabei, dass eine Applikation bzw. eine Infrastruktur nicht physikalisch definiert und die darunter liegende Hardware nicht exklusiv für den Anwendungsfall zur Verfügung steht.

Die bekannten Hyperscaler (“Cloud Anbieter”) wie Amazon Web Services, Google Cloud Platform und Microsoft Azure bieten primär Public Cloud Environments an.


Die Vorteile summieren sich in der extremen Skalierbarkeit und der ständig wachsenden Anzahl an Services, die den Umgang mit der Infrastruktur einfacher und leistungsfähiger machen.

Häufig wird das Thema IT Security – insbesondere die Fragen „Wo liegen meine Daten?“, „Wer hat Zugriff auf meine Daten?“, „Ist die Infrastruktur sicher?“ kontrovers diskutiert.

Sicher sind diese Fragen wichtig und manche Ängste nicht unbegründet, insbesondere wenn Infrastruktur über den EU-Rechtsraum hinaus skaliert wird.


Bezüglich Verantwortlichkeiten ist bei allen Anbietern das sog. “Shared Responsibility Modell” etabliert. Zusammenfassend ist damit die Verantwortung der Hyperscaler-Rechenzentren und der zur Bereitstellung von High-Level Diensten notwendigen Low-Level Dienste wie (bspw. ein Hypervisor zur Virtualisierung von Rechnern) im Verantwortungsbereich der Anbieter.

Die Software, die auf dieser Infrastruktur entwickelt und betrieben wird befindet sich im Verantwortungsbereich der Anwender.

Fun fact: „Meine Daten gehen nicht in die (Public) Cloud!“ ist eine gewagte Aussage. Mindestens bei der Verwendung eines Smartphones befinden sich Daten in irgendeiner Cloud Platform. Bei Apple bspw. in der Apple-eigenen iCloud, bei Samsung bzw. Android Smartphones in der Regel bei Google.


Geschrieben von

Andreas Christoph

Projektmanager bei Nordcloud Deutschland GmbH - an IBM Company (https://nordcloud.com/)


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